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Ouzo

Ouzo (griechisch Oυζο) ist eine griechische Spirituose mit Anis. Er entstand aus dem Rakı, der bereits seit dem 15. Jahrhundert auch von der griechischen Minderheit in Kleinasien gebrannt wurde. Als es 1922 im griechisch-türkischen Krieg zur Kleinasiatischen Katastrophe kam und als Folge zum Exodus der Griechen aus der Türkei, brachten die Flüchtlinge das Rezept mit ins Mutterland. Kurz darauf gingen erste Exporte des Getränkes ins Ausland, verpackt in Holzkisten, die auf italienisch z. B. mit "Uso di Marsiglia" (= Zum Gebrauch in Marseille) beschriftet waren. So entstand der Name Ouzo (ούζο).

Ouzo wird aus der Maische, die nach dem Zerstampfen und Pressen von Weintrauben für die Weinherstellung zurückbleibt (Trester), gebrannt. Dem Destillat setzt man neben verschiedenen Kräutern und Gewürzen vor allen Dingen Anis und/oder Fenchelsamen hinzu, der das charakteristische Aroma von Ouzo bestimmt. Nach Kühlung und Lagerung wird Ouzo mit ca. 40% Alkoholgehalt in Flaschen verkauft.

Ouzo darf ausschließlich in Griechenland hergestellt werden, muss farblos sein und darf einen Zuckergehalt von bis zu 50 Gramm/Liter haben. Ouzo wird gut gekühlt als Aperitif getrunken, aber auch für Mixgetränke und Cocktails verwendet. Beim Vermischen mit Wasser oder stark gekühlt wird Ouzo durch den Louche-Effekt milchig-trüb.

Von http://de.wikipedia.org/wiki/Ouzo

Wie Ouzo wird auch Raki oder Tsipouro destilliert. Tsipouro (griech.: Τσίπουρο ) ist ein traditioneller griechischer Tresterbrand (vgl. Grappa) der Provinz Makedonien. Tsipouro wird aus den Pressrückständen verschiedener weißer Rebsorten wie Roditis, Athiri und Assyrtiko zweimal destilliert. Auf der Mittelmeerinsel Kreta nennt man diese Spirituose Tsikoudia oder häufiger Rakí.

Ein Getränk, das ähnlich wie Raki oder Tsipouro destilliert ist, jedoch statt Anis mit Mastix, einem Baumharz, wird als Masticha verkauft – z. B. auf der Insel Chios. Fehlt der Wein brennt man den Schnaps einfach aus Feigen.

Von „http://de.wikipedia.org/wiki/Tsipouro“

Als Louche-Effekt (von französisch louche, ‚undurchsichtig‘, ‚verdächtig‘, ‚anrüchig‘) bezeichnet man die milchige Trübung klarer, anishaltiger Spirituosen wie Absinth, Pastis, Sambuca, Ouzo oder Rakı, wenn sie mit Wasser verdünnt oder sehr stark gekühlt werden.

Ursache ist der Gehalt an ätherischen Ölen vor allem aus den Anissamen sowie aus möglicherweise noch verwendeten Gewürzpflanzen wie Minze, Koriander und Melisse. Diese Öle lösen sich in Alkohol, aber nicht oder kaum in Wasser. Wird der Alkoholgehalt des Getränks durch die Zugabe von Wasser hinreichend stark gesenkt, bilden sich schlagartig winzige Öltröpfchen, es entsteht eine Öl-in-Wasser-Emulsion. An den Grenzflächen zwischen Wasser und Öltröpfchen wird das Licht gestreut (Tyndall-Effekt), was die milchig-weiße Trübung hervorruft. Die Färbung beruht also nicht auf einer chemischen Reaktion, bei der sich eine weißliche Substanz gebildet hätte, sondern ist physikalischer Natur.

Der Effekt lässt sich auch ohne Zugabe von Wasser durch starke Kühlung von Anisschnaps hervorrufen. Bei tiefen Temperaturen sinkt das Lösungsvermögen von Alkohol und es bilden sich ebenfalls Öltröpfchen.

Mithilfe des Louche-Effekts kann der Anis-Gehalt verschiedener Getränke verglichen werden: Je trüber die Flüssigkeit bei einem bestimmten Mischungsverhältnis wird, desto mehr Anis ist im Destillat enthalten.

Von http://de.wikipedia.org/wiki/Louche-Effekt